Wechselmodell

Nach einer Trennung müssen die Eltern entscheiden, wie sie ihrer Erziehungsverantwortung für die Kinder gerecht werden wollen. Meist hat das Kind dann seinen dauernden Wohnsitz bei der Mutter. Doch mit steigender Erziehungsbeteiligung der Väter wird deutlich: Das entspricht nicht mehr in jedem Fall den Wünschen und Lebensvorstel-lungen von Eltern und Kindern. Wer mehr Verantwortung der Väter wünscht, zieht daher das Wechselmodell in Betracht. Aber was heißt das genau? Heute bei Papa schlafen, morgen bei Mama, eine Woche hier, eine dort – oder gar einen ganzen Monat bei einem Elternteil wohnen? In seinem Vortrag stellt der Kasseler Psychologe Klaus Ritter klar, welche Voraussetzungen es braucht, damit ein Wechselmodell gut funktionieren kann. Dabei schaut er immer aus dem Blickwinkel des Kindes und macht deutlich, dass pauschale Regelungen nicht sinnvoll sind: für jede Situation, jede Familie und jedes Kind muss die passende Lösung gefunden werden.